
Auch dieser Linolschnitt ist in Tunesien entstanden und zeigt die Künstlerstadt
Sidi Bou Said. Der
Touristenort ist vor allem durch seine schönen Farben und das Café des Nattes bekannt, das durch ein Aquarell August Mackes seine Berühmtheit erlangt hat. Ein typisch maurisches Café, in dem ich mit meiner Liebsten gesessen bin und Pfefferminztee mit Pinienkernen getrunken habe (lecker!).
Sidi Bou Saïd ist auch ein Treffpunkt für Künstler, und ist bekannt für seine Architektur mit den alten restaurierten Palästen. Besonders auffällig ist, dass die Häuser durchwegs weiss, die Türen, Balkone und Fenstergitter allesamt blau gestrichen sind, so dass zusammen mit dem Himmel ich davon ausging, dass zwei Farben reichen: das Weiß des Papiers und das Blau des Drucks.
Linoldruck auf Papier, 14x19 Zentimeter, vier handsignierte und nummerierte Künstlerdrucke. Jeweils 75 Euro.
Das Dorf war früher der Religion geweiht. Hier lebten Marabuts, religiöse Einsiedler. Der Name ist eine Abkürzung des Namens eines Heiligen namens Abou Said ibn Khalef ibn Yahia Ettamini el Beji, der hier gelebt hat. 1207 ließ sich der ernannte Mystiker Abou Saïd Khalafa ben Yahia dort nieder, um den Sufismus zu entwickeln. Nach dem Tod wurde er heilig gesprochen. Der Hügel von Sidi Bou Saïd wird als heiliger Ort verehrt.
Im 16. Jahrhundert ließen sich hier wie im ganzen Norden Tunesiens Mauren nieder, deren Architektur das Dorf bis heute prägt.
Der englische Baron Rodolphe d'Erlanger ließ sich in dem damaligen Fischerdorf 1912 nieder und baute dort einen kostbaren Palast . Er sorgte dafür, dass der Ort 1915 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Als Maler [2] und Musikliebhaber öffnete er seine Türen für Künstler, indem er Zusammenkünfte und Abende organisierte, wo Kunst, Musik und Literatur sich mischten. Zu den Künstlern gehörten auch die deutschen Maler August Macke und Paul Klee. Nach seinem Tod im Jahre 1932 vererbte von Erlanger dem Land Tunesien sein Kulturgut.
Der Touristenort ist vor allem durch seine schönen Farben, seinen Markt (Souk) und das Café des Nattes bekannt, das durch ein Aquarell August Mackes seine Berühmtheit erlangte. Ein typisch maurisches Café, in dem man unter anderem eine traditionelle Shisha (Wasserpfeife) probieren kann.