Thursday, December 4. 2008
 Alljährlich findet im Münchner Kunstpavillion im alten Botanischen Garten die Jahresausstellung der Vereinigung Bildender Künstler VBK statt. Dieses Jahr bin ich mit fünf Holzschnitten dabei:
 Die Vernissage heute abend war nur überschaubar besucht. Wass mich allerdings gefreut hat: Sei ein paar Tagen sind die ersten Stolpersteine von München installiert (eine Anti-Nazi-Initiative, die der Münchner SPD-OB Erich Ude auf Druck der reaktionären Jüdischen Kultusgemeinde bislang blockiert hat) im Kunstpavillion - "bis sich der politische Wind dreht und die Steine dort hin kommen, wo sie hingehören."
Die drei Steine, die an Münchner Widerstandskämpfer gegen den Faschinsmus erinnern, sind direkt vor meinen Bildern angebracht.
Für mich ist das ein Kompliment und eine Ehre.
Wednesday, December 3. 2008
 Die Installation ist rund zwei Jahre alt, aber ich habe es bislang noch nicht geschafft, ein Bild davon auf dieses Blog zu stellen. Das ist nunmehr erledigt.
"Schmetterlinge" heißt das Bild, weil ich vor Jahren mal eine Schmetterlingsammlung gesehen habe, bei der die Tiere einzeln auf Filz aufgepiekst waren. Jeder mit einer fetten Nadel durch den Körper. Ich kann mit Insekten nicht viel anfangen, aber dass habe ich damals als ziemlich gemein erachtet. Der fliegende Schmetterling ist ja auch ein Sinnbild der Lust ("Schmetterlinge im Bauch"), der Phantasie und der Kreativität. Die moderne Kreativität findet aber allzuoft am und im Computer statt - da flattert dann der Mauszeiger und nicht der Schmetterling.
Deswegen sind hier die Mauszeiger - fliegend über der Oberfläche - mit langen großen Nägeln auf dem Untergrund festgepinnt.
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Saturday, November 29. 2008
 Am 06. Dezember 2008 präsentiert die Galerie pack of patches die neue Ausstellung "wie schön wir sind".
Diese ist Auftakt der Ausstellungsreihe "machen wir.", in welcher sowohl Gruppenpräsentationen als auch Einzelpräsentationen geplant sind. Die künstlerischen Arbeiten entwickeln die Dynamik dieser Reihe und sollen die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweisen vorstellen, dem Betrachter Entdeckungsreisen anbieten und die Komplexität von Kunst aufzeigen.
Die kuratierte Ausstellungsreihe "machen wir." beginnt mit dem Teil 1: "wie schön wir sind", in welchem ein Querschnitt von künstlerischen Arbeiten gezeigt wird (darunter meine  ) , der in verschiedene Medien und Konzepte der Kunst führt. So stehen besonders die Fragen nach Authentizität, Schönheitsbegriffen, Image und Schaffensdrang im Vordergrund dieser Ausstellung, die bis zum 30. Januar nächsten Jahres zu einem Besuch einlädt.
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Wednesday, November 26. 2008
Weil sich meine Schwester Susanne (Graf heißt sie auch, genau. Kluges Bürschchen, Du!) eine Statue für ihren Kleingarten gewünscht hat, habe ich in vorauseilendem Gehorsam ihr als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk eine solche angefertigt.
Zwar steht sie jetzt nicht im Kleingarten (meine liebste große Schwester befürchtete Diebe), sondern in Ulm in ihrer Wohnung - aber immerhin.
Hergestellt habe ich die Statue mithilfe meiner allerliebsten Künstlerkollegin Rita Schilly, die mir sehr geholfen hat. Jede der Platten, aus denen die insgesamt drei Etagen der zusammensetzbaren Statue hergestellt sind ist zirka 55 mal 40 Zentimeter groß, so dass das ganze Ding rund 1,60 Meter hoch ist. Insgesamt habe ich 60 Kilogramm Ton verarbeitet. Eigentlich noch 20 Kilogramm mehr, weil die ersten beiden Etagen hat es im Brennofen zu Feinstaub zerlegt, so dass uns nichts anderes übrig geblieben ist, als dem Ofen mit einem Industriestaubsauer zuleibe zu rücken. Beim zweiten Durchgang haben wir dann die Ebenen einzeln gebrannt. Dabei ist alles glatt gegangen.
Glasiert sind die Platten sowohl innen als auch außen - Hintergrund ist die Wasserfestigkeit, die ich dadurch erzeugen wollte. Dabei habe ich für die Innenflächen einen fast schwarzen Blauton genommen und alles ausgeschnitten, was nachher dunkel sein sollte - also zum Beispiel die Pupillen. Der Effekt ist, wie man sieht, gelungen.
Weitere Bilder gibts hier:
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Monday, November 24. 2008
Die liebste Ehefrau von allen hat eine Einladung gestrickt, weil die Black Art Society mal wieder eine Ausstellung macht.
Und zwar vom 1. bis 11. Dezember in den Räumen des H-Team e.V. in der Plinganser Straße 19 in München.
Am Donnerstag, den 11. Dezember um 18.30 Uhr laden wir an eben diesem Ort zur Finissage mit amerikanischer Versteigerung, Essen, Trinken und einer Tombola.
Die beteiligten Künstler: Wulf Heumann, Ras Ben, Winni Hauck, Cherry Sanaee, Ambali Bamgbola, Rita Maira Schilly, Ebou Fye-Jassey und meine Wenigkeit.
Friday, November 14. 2008
  Wie kann man ein so abstraktes Konzept wie "Integration" eigentlich künstlerisch umsetzen, ohne dass es plump wird? Ich nähere mich dem Ganzen mit diesem Holzschnitt (29x79 Zentimeter) über die Naturmotive, die ich aus der zentralafrikanischen Gegend rund um den Niger adaptiert habe.
Integration ist ja das Zusammenwachsen, das Hineinwachsen von eigentlich deutlich unterschiedlichem. Deswegen habe ich angefangen, mit Masken und Idolen und schwarz und weiß zu spielen. Ist nix geworden. Erst als die die menschliche Form verlassen habe, entstand etwas (das nebenstehende nämlich), das mich künstlerisch befriedigt hat.
Wenn irgend jemanden die Formen von Schlange und Reiher, die einander bedingen, einander bilden, nicht ergänzen sondern erst schaffen, an Maurits Cornelis Escher (den Meister M.C.Escher also) erinnern oder einen politischen Hintergrund (schwarz, weiß ....) bilden: Nun, beides ist durchaus beabsichtigt....
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Thursday, November 13. 2008
Monday, November 10. 2008
... dann sähe es aus wie im Sinteur-Blog:  . Oder in Flickr.
Sunday, November 9. 2008
 90 mal 50 Zentimeter ist dieser Holzschnitt groß. Ich habe ihn jetzt erst einmal auf Leinwand gedruckt und auf einen vorhandenen Keilrahmen gespannt, so dass er ein bisschen kleiner (90 mal 46 Zentimeter) groß ist.
Wie jeder meiner Leinwandschnitte ist auch dieser hier für 150 Euro zu haben. Ein Doppelklick aufs Bild bringt wie stets die Vergrößerung hervor....
Monday, November 3. 2008
 "Zwei liegende weibliche Akte auf Spiegel" sind, oh Wunder, Zwei liegende weibliche Akte auf Spiegel. Ich habe die beiden Spiegel bei uns an den Müllcontainern stehen gesehen und musste sie natürlich leich mitnehmen. Das war Weihnachten. Kaum ein dreiviertel Jahr später sind die Spiegel auch schon auf Holz aufgezogen, mit Aufhängern versehen und - ach ja - bemalt.
Die Acrylfarbe habe ich mit einem Gummi-Zahnspachtel aufgetragen allerdings immer dafür gesorgt, dass der Spiegel-Untergrund noch zu sehen ist - so irisieren die beiden Akte und nehmen das Umgebungslicht als Teil des Kunstwerkes auf.
Jeder der Spiegel ist knapp 40 Zentimeter hoch und über 2,5 Meter lang - die Installation füllt also durchaus auch eine größere Wand....
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