Tuesday, September 22. 2009
 Bei diesem neuen Linolschnitt von mir habe ich zum ersten Mal eine andere Hochdruckfarbe ausprobiert: Eine ölbasierierte von Gerstaecker statt der üblichen wasserbasierten, die ich normalerweise immer bei Boesner kaufe. Der Unterschied ist frappierend.
Auf dem selben Papier liefert die ölbasierte Farbe einen viel klareren, exakten Druck - da verläuft nichts, die feinen Linien schmieren nicht zu - die Qualität ist einfach zum verlieben. Ich habe diese Society-Lady auf Japanpapier gedruckt und vorsichtig abgerieben, damit die Konturen erhalten bleiben - in der Vergrößerung könnt ihr Euch das ja mal ansehen.
Society-Lady, Linoldruck auf Japanpapier, 58 x 44 Zentimeter, handgedruckt, einzeln nummeriert und signiert, 75 Euro.
Wednesday, August 19. 2009
 Wie auch der Maskierte Trommler ist dieser Linolschnitt in Tunesien entstanden. 156 mal 192 Millimeter groß und ein wenig positiver gestimmt ist diese trommelnde Maske als der erste Schnitt der Serie.
Die Maske - Osama Sinmi - die ich darstelle, ist eigentlich eine weibliche Altarmaske der Yoruba (Nigeria) und symbolisiert Fruchtbarkeit. Für den männlichen Trommler also verkehrt. Aber ich nehme mir die künstlerische Freiheit heraus. Nicht zuletzt, weil in Europa die Trommler sowieso fast alle weiblich sind ....
Linolschnitt auf Papier, 19,2x15,6 cm; Künstlerdruck, handsigniert, nummeriert, 75 Euro. Zu Bestellen über info ät joachimgraf.com.
Saturday, August 15. 2009
 In Tunesien entstanden ist dieser Linolschnitt, der mit seinen 195 mal 145 Millimetern zu meinen kleinen Schnitten gehört.
Er basiert auf der Büffelmaske, zu der ich schon vor einiger Zeit einen Linolschnitt gemacht habe. Sie stammt vom Baule-Volk der Elfenbeinküste. Wichtig war mir bei diesem Schnitt derHell-Dunkel-Wechsel zwischen der Trommel und dem Trommler. Die Akazien im Hintergrund habe ich eingebaut, weil mir sonst der Schnitt zu langweilig erschien.
Linolschnitt auf Papier, 19,5x14,5 cm; Künstlerdruck, handsigniert, nummeriert, 75 Euro. Zu Bestellen über info ät joachimgraf.com.
Monday, June 15. 2009
Anläßlich des Geburtstags sollte ein Linolschnitt entstehen, der einerseits ein Porträt bildet, andererseits eine Interpretation des Lebens und der Person darstellt.
Herausgekommen sind sechs Monotypien, die jeweils 50x60 Zentimeter groß sind. Der erste davon (derjenige, der hier zu sehen ist), bildete das Geburtstagsgeschenk. Die anderen fünf, die auf Weiterklick zu begutachten sind, waren quasi experimentelle Versionen, die aber nichts desto trotz immer noch zu haben sind.
Continue reading "Gerda Morschhauser (Mehrfarben-Porträt-Linolschnitt)"
Wednesday, January 21. 2009
Die Galerie Pack of Patches (Lutherstraße 160 in Jena), die auch mich vertritt plant im Februar eine neue Ausstellung, die vom Freitag den 13.02.09 bis Freitag den 13.03.09 stattfinden wird. Das Thema lautet: "machen wir.Teil 2: echte Kunst. Über Aberglauben, Zufälle, Programme und Dogmen".
Für diese Ausstellung habe ich eine Maskenkollage gemacht, der ich den Titel "Aber: Glaube" gegeben habe. Holzschnitt und Airbrush-Technik habe ich hier kombiniert, um der Frage nachzugehen, in was sich der westliche christliche beziehungsweise der islamische Glauben von dem vermeintlichen Aberglauben afrikanischer Stämme unterscheiden.
Die Boa-Maske aus Zaire oder Zo-ge beispielsweise, die Maske der Krankheit und der Verheerung aus Liberia, hat die gleichen Ursprünge wie die venezianische Pest-Maske und verkörpert als das Böse schlechthin auch die psychoanalytische Rolle von Teufel, Satan, Shaitan, Luzifer und Beezlebub.
Osamasinmi, das (Königinnen-)Muttersymbol der Yoruba verkörpert durch die Widder-Figur dieselbe Funktion, die in der katholischen Lehre die Gottesmutter Maria innehat - und die Figuren der Fruchtbarkeit (das Ei, der Hase, der Pfingstochse) die mit den christlichen Festen von Ostern und Pfingsten verknüpft sind.
Die Bezeichnung Aberglaube wird abschätzig für einen Glauben gebraucht, der dem eigenen - oft als Dogma angenommenen rechten Glauben - gegenübersteht, als irrational, unvernünftig oder unwissenschaftlich, nutzlos, manchmal auch unmenschlich, und deswegen als wertlos oder nicht gleichwertig betrachtet wird. Für die Aufklärung ist er die Abweichung von dem, was ein vernünftiger Mensch glauben darf. Wenn man aber "Aberglauben" und "Glauben" gleichsetzen kann - weil das eine nur ein politischer Kampfbegriff für das andere ist, dann kann man natürlich auch sagen "Der Islam ist Aberglauben" oder "Christentum ist Aberglauben". Zumindest bei letzterem sträubt sich dem Westdeutschen aber die Gefieder. Es produziert Widerspruch. Warum? Weil die von uns allen verinnerlichten (christlichen) Dogmen eine solche Aussage nicht zulassen. Auch der deutsche Atheist ist christlich geprägt...
 Ich habe noch eine zweite Version des Bildes gemacht, dieses Mal noch mit Farb-Holzdrucken (beide Monotypien sind übrigens 70x100 Zentimeter groß und exklusiv über die Galerie zu beziehen).
Friday, December 26. 2008
 Als Recycling eines mißglückten Ritz-Schnitts mit einer Polystyrol-Platte habe ich ausprobiert, ob sich dieses Material auch zum Drucken eignet. 495 mal 205 Millimeter groß war die Platte, bei der ich ein Foto einer Holzstatue eines mexikanischen Gottes als Vorlage genommen habe. Nach dem Zeichnen habe ich alles weggeschnitten, was nicht druckend sein sollte. Dabei stellte sich sehr schnell das Problem, dass ich (im Gegensatz zu Holzschnitt und Linolschnitt) natürlich keine Linien stehen lassen konnte, die nicht mit anderen Linien verbunden waren.
Das nächste Problem war, dass der Druckstock sehr fragil geworden ist. Polystyrol ist zwar verhältnismässig fest, bricht allerdings sehr schnell an vorgeritzten Linien. So sind mir sehr schnell die feineren alleinstehenden Linien abgebrochen - weswegen es jetzt auch insgesamt nur fünf Auflagendrucke von dem Motiv gibt.
Den Himmel habe ich mit einer zweiten Platte aus Polystyrol angefertigt, die ich mit dem Pinsel in rot und blau gefärbt habe, um die Anmutung des Himmels auf der Foto-Vorlage hinzubekommen.
Was ich eigentlich vorhatte, war, die Platte sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite als Druckstock benutzen zu können. Das bringt mir natürlich sofort einen spiegelbildlichen Druck ein, wie hier zu sehen ist (das habe ich genau einmal gemacht, bevor mir die Polystyrolplatte kaputt gegangen ist).
Das "Making of" kann man sich hier anschauen:
Continue reading "Mexikanisches Idol"
Sunday, December 7. 2008
 Ich habe den Linolschnitt Crying man nochmal gedruckt. Einmal in schwarz auf weißes Papier und einmal mit weißer Farbe auf Schwarzes Papier. Und das ganze dann in einen Rahmen gepackt. Sieht auch aus ....
Wednesday, November 26. 2008
Weil sich meine Schwester Susanne (Graf heißt sie auch, genau. Kluges Bürschchen, Du!) eine Statue für ihren Kleingarten gewünscht hat, habe ich in vorauseilendem Gehorsam ihr als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk eine solche angefertigt.
Zwar steht sie jetzt nicht im Kleingarten (meine liebste große Schwester befürchtete Diebe), sondern in Ulm in ihrer Wohnung - aber immerhin.
Hergestellt habe ich die Statue mithilfe meiner allerliebsten Künstlerkollegin Rita Schilly, die mir sehr geholfen hat. Jede der Platten, aus denen die insgesamt drei Etagen der zusammensetzbaren Statue hergestellt sind ist zirka 55 mal 40 Zentimeter groß, so dass das ganze Ding rund 1,60 Meter hoch ist. Insgesamt habe ich 60 Kilogramm Ton verarbeitet. Eigentlich noch 20 Kilogramm mehr, weil die ersten beiden Etagen hat es im Brennofen zu Feinstaub zerlegt, so dass uns nichts anderes übrig geblieben ist, als dem Ofen mit einem Industriestaubsauer zuleibe zu rücken. Beim zweiten Durchgang haben wir dann die Ebenen einzeln gebrannt. Dabei ist alles glatt gegangen.
Glasiert sind die Platten sowohl innen als auch außen - Hintergrund ist die Wasserfestigkeit, die ich dadurch erzeugen wollte. Dabei habe ich für die Innenflächen einen fast schwarzen Blauton genommen und alles ausgeschnitten, was nachher dunkel sein sollte - also zum Beispiel die Pupillen. Der Effekt ist, wie man sieht, gelungen.
Weitere Bilder gibts hier:
Continue reading "Die neunseitige Masken-Stele"
Sunday, October 5. 2008
 I like to make a series of faces. The first I have done a year ago. 'Face of a women' is the second one.
I would like to add it to my solo exhibition Women in Red next week, so no wonders about the colour, I have printed it ....
Continue reading "Face of a Woman (wood cut)"
Monday, May 26. 2008
 Its the youngest linoleum cut - the first time, that I have included my artist sign at the bottom of the cut into the cut.
I have tried to make the cut as expressionistic as possible - you can think about a black man crying ('cause of the colour of the print).
(lino cut on paper, 60 x 42 cm, 50 Euro - order via e-mail)
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