Wednesday, November 26. 2008
Weil sich meine Schwester Susanne (Graf heißt sie auch, genau. Kluges Bürschchen, Du!) eine Statue für ihren Kleingarten gewünscht hat, habe ich in vorauseilendem Gehorsam ihr als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk eine solche angefertigt.
Zwar steht sie jetzt nicht im Kleingarten (meine liebste große Schwester befürchtete Diebe), sondern in Ulm in ihrer Wohnung - aber immerhin.
Hergestellt habe ich die Statue mithilfe meiner allerliebsten Künstlerkollegin Rita Schilly, die mir sehr geholfen hat. Jede der Platten, aus denen die insgesamt drei Etagen der zusammensetzbaren Statue hergestellt sind ist zirka 55 mal 40 Zentimeter groß, so dass das ganze Ding rund 1,60 Meter hoch ist. Insgesamt habe ich 60 Kilogramm Ton verarbeitet. Eigentlich noch 20 Kilogramm mehr, weil die ersten beiden Etagen hat es im Brennofen zu Feinstaub zerlegt, so dass uns nichts anderes übrig geblieben ist, als dem Ofen mit einem Industriestaubsauer zuleibe zu rücken. Beim zweiten Durchgang haben wir dann die Ebenen einzeln gebrannt. Dabei ist alles glatt gegangen.
Glasiert sind die Platten sowohl innen als auch außen - Hintergrund ist die Wasserfestigkeit, die ich dadurch erzeugen wollte. Dabei habe ich für die Innenflächen einen fast schwarzen Blauton genommen und alles ausgeschnitten, was nachher dunkel sein sollte - also zum Beispiel die Pupillen. Der Effekt ist, wie man sieht, gelungen.
Weitere Bilder gibts hier:
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Sunday, October 5. 2008
 I like to make a series of faces. The first I have done a year ago. 'Face of a women' is the second one.
I would like to add it to my solo exhibition Women in Red next week, so no wonders about the colour, I have printed it ....
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Thursday, May 22. 2008
 Wir waren dieses Jahr im Urlaub zwei Wochen in Horkany in Ungarn. In Südungarn, genauer gesagt. Im Unterschied zu meinem letzten Ungarnurlaub habe ich dieses Mal keine Landschaftsbilder gemacht (von einer, kleinen Ausnahme abgesehen). Ich wollte eher abstrakt arbeiten und so ist als eines der ersten Bilder die "ungarische Maske" entstanden. In den ungarischen Nationalfarben, nur aufgelockert durch das Ultramarinblau, dass auch die ungarischen "Blaumacher" (genauer gesagt: die Blaufärber) verwenden. In dieser alten Handwerkstradition entstehen die ungarischen Trachten. Vier Blaumacher gibt es noch in ganz Ungarn. Wir haben einen davon besucht und ich war tief beeindruckt.
(Acryl auf Papier, 36x48 cm, Privatbesitz)
Weil mir diese Maske zu flach erschien, habe ich in der zweiten Version mit Verläufen gearbeitet und das Gesicht der Maske weiter aufgelöst.
Deutlicher als in der Vorgängerversion ist das Blaumacher-Muster zu erkennen, diesmal auf den blauen Augen, die kugelförmig ausgearbeitet sind. Dass der geteilte Mund ein bisschen wie Paprika aussieht, ist nicht beabsichtigt - aber "Hakuna Matata", wie der Ungar sagt ....
Die Farben sind hier brillianter geworden, weil ich auf Leinwand gemalt habe - der Leinwandblock ist ziemlich praktisch, weil er nicht soviel Platz weg nimmt wie Keilrahmen, man aber dennoch einen vernünftigen Malgrund hat.
(Acryl auf Leinwand, 36 x 48 cm)
In der Gegend von Villany gibt es eine ehemalige Künstlerkolonie, in einem Steinbruch, in der einige sehr beeindruckende Werke stehen. Das hat mich inspiriert zur dritten Version meiner ungarischen Maske, die mir ziemlich surrealistisch geraten ist. Dali stand allerdings nicht Pate, auch wenn es so aussieht. Im wesentlichen ging es mir dabei, auszuprobieren, wie man dreidimensionale Objekte verfremdet auf die Leinwand bekommt. Das ist mir glaube ich auch gelungen. Auch wenn das Bild alles andere als alla prima entstanden ist ....
(Acryl auf Leinwand, 36 x 48 cm)
Monday, June 25. 2007
  40 mal 30 Zentimeter ist dieser neue Holzschnitt groß. Ich habe ihn auf Basis eines Werbefotos gemacht und zwei verschiedene Abzüge davon hergestellt.
Bei dem ersten habe ich (auch weil die Holzplatte so neu war und dabei ohnehin viel Farbe schluckt), gaaanz viel schwarze Farbe aufgetragen. Das Ergebnis: Ein satter Druck mit harten Kontrasten. Beim zweiten Druck habe ich deutlich weniger Farbe verwendet (und noch die Lippenpartie verbessert). Jetzt kommen auch die Halbtöne hervor, die ich durch Schaben mit dem Messer auf dem unbearbeiteten Druckstock angelegt habe. Dadurch entstehen rund um das Auge Zwischentöne, die ich sehr reizvoll finde.
Auch wenn ich 'Der Blick' bei Porträts und nicht bei Sex einsortiert habe - sexy finde ich den Druck allemal....
Was meint Ihr?
Wednesday, May 30. 2007
 Ebenfalls auf dem Afrikafest fertig gestellt habe ich diesen 20x20 Zentimeter großen Zwei-Farben-Linolschnitt einer Berberfrau. Die dritte Farbe - das Gelb - entstand dadurch, dass ich den Druck auf gelbe Einweg-Tischdecke gedruckt habe. Das ist ein sehr weiches Papiermaterial, das gleichzeitig sehr saugfähig ist - was die Farbe besonders zu annimmt.
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Tuesday, May 29. 2007
   Auf den Afrikatagen hatte ich Zeit, mich mit meinem aktuellsten Masken-Linolschnitt zu beschäftigen. Das Orignial ist eine Frauenmaske ("Kifwebe") aus Ost-Songye im Kongo.
Was mich an dieser Maske finanziert sind die hellen und dunklen Linien, die durch eine gleichmäßige Einkerbung entsteht. Ich wollte unbedingt eine Dreidimensionalität der Maske herstellen, ohne mit Begrenzungslinien arbeiten zu müssen. Das Ergebnis ist diese DIN-A4 große Maske, die ich hier in drei verschiedenen Farbvariationen gedruckt habe: Einmal normal - also mit schwarzer Farbe auf weißem Papier. Das zweite Mal habe ich ein Ultramarinblau in das Blau eingearbeitet, um eine Dreidimensionalität herzustellen. Und einmal habe ich mit weißer Farbe auf schwarzes Papier gedruckt, was wiederum eine ganz andere Sicht der Maske ergibt.
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Sunday, May 6. 2007
  Die Boki-Maske stammt aus dem Südosten Nigerias. Ich wollte eine Maske machen, mit der ich die verschiedenen (Flaggen-)Farben Afrikas darstellen kann. Denn auch wenn die Traditionen in jedem Land anders sind - sie verbinden den Kontinent doch. Zu sehen ist Farben Rwandas und eine mit den Farben Togos.
Stolz bin ich auf die Halbtöne, die ich mit einem ganz feinen (0,5 Millimeter) Geißfuß geschnitten habe. Mir gefällt übrigens die Version ohne die schwarze Linie am Haaransatz besser - macht das Ganze nicht so helm-mäßig ....
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Friday, April 20. 2007
 Das Original ist eine Büffelmaske des Baule-Volkes der Elfenbeinküste. Sie wurde wohl vor allem zu Unterhaltungszwecken eingesetzt - weswegen ich aktuelle Entertainment-Hardware gleich dahinter gesetzt habe.
Wie schon bei dem Maskenschild der Luda habe ich auch hier die traditionelle Maske mit der Elektronik-Ästhetik des 21. Jahrhunderts kombiniert, um damit das Spannungsfeld zu illustrieren, in dem der afrikanische Kontinent steht.
Zum ersten Mal habe ich hier Linolschnitt auf Japanpapier gedruckt (das hatte mir mein Partner Daniel Treplin zum Geburtstag geschenkt). Ich muß sagen: Es sieht saustark (büffelstark?) aus. Die relativ feinen Linien kommen sehr gut raus, auch die mit Straffierungen angelegten Halbtöne sind sehr exakt.
  Zum Vergleich habe ich die Platte mal auf ein farbiges Medium gedruckt (nein, nicht die gute Blumenseide, die ich sonst so gerne verwende), sondern Einweg-Papiertischdecken für die Freiluftsaison.
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Friday, April 13. 2007
 Buschgeister besänftigen soll die Kwele-Maske aus Gabun. Ob es sich tatsächlich um eine Antilopenmaske handelt, ist laut meinem Buch nicht ganz klar. Ich fand die Maske stark wegen dem harten Schwarzweiß-Kontrast. Und natürlich wegen der Abfolge von geraden Linien und sanften Bögen.
Ursprünglich habe ich die Maske lediglich mit Linien von dem dunklen Hintergrund abgehoben. Dann aber war mir der schwarz-dunkel-Kontrast zu gering und ich habe überall an den Stellen, wo schwarze Maskenteile auf den dunklen Hintergrund stoßen, den Untergrund teilweise weggeschnitten. Insgesamt erhöht das den Kontrast natürlich - was mir ziemlich gut gefällt.
Thursday, April 12. 2007
 Ein Linolschnitt, 40x44 Zentimeter groß. Die Darstellung: Eine Maske der Makonde aus Mosambique (Lingwele). Das Thema: Geraunte Bemerkungen im Nahverkehrszug. Lautes Grunzen auf den Fußballrängen, wenn ein schwarzer Spieler aufläuft. Die feuchten Höschen der afrikanerfanatischen Esotherik-Witwen und -Singles. Im Original geht es um den Initiationsritus. In meiner Version um den Rassismus.
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