Sunday, March 4. 2012
Ägypten reizt mich immer dazu, neue Techniken auszuprobieren. Vor allem die Unterwasser-Welt des Roten Meers hat es mir angetan. Bei meinem letzten Besuch habe ich versucht, die Unterwasserwelt Ägyptens mit einem verlorenen Schnitt einzufangen: Papageienfische im Roten Meer ist daraus entstanden.
Dieses Mal habe ich einen Mehrfarben-Linoldruck produziert - einen der zahlreichen Scherenschwanz-Sergeants (Scissour Tailor Sergeant) als Anregung für eine Zeichnung genommen. Allerdings war mir das blosse porträtrieren und abmalen nicht nur zu lanweilig - Holzschnitt und Linoldruck eignen sich auch nicht so richtig dafür. Deswegen eine Abstrahierung des Motivs: Ein Sergeant vor den Korallen. Allerdings habe ich erst heute erfahren, dass der Fisch "Abudefduf sexfasciatus".. heisst. Und ich dachte, ich mache was ohne die Faszination Sex....
Thursday, September 1. 2011
Nach langer Zeit habe ich mal wieder die Acryfarben aus dem Schrank geholt und dieses 80 x 60 Zentimeter große Bild zu malen. Im Hintergrund die Berglandschaft Ruandas, davor Masken, wie ich sie bei meinem diesjährigen Besuch in Kigali, Musanze und Gisenyi überall an den Wänden gesehen habe. Und natürlich afrikanische Stoffe.
Wie oft bei meinen Maskenbildern beschäftige ich mich auch hier mit dem Gegensatz zwischen Tradition und Moderne. Der Himmel: Stilisierte Pixel für die digitale Zukunft des Landes. Die Masken als die Tradition. Die Stoffe in verschiedenen Stufen von Verarbeitung und Qualität als der Gegensatz zwischen Arm und Reich.
Friday, June 10. 2011
AIDS ist ein großes Thema in der südafrikanischen Provinz Mpumalanga. Und Kinderarbeit auch, vor allem in der Textilindustrie der Region. Viele Kinder wachsen hier als AIDS-Waisen auf. Weil die westlichen Pharmakonzerne Medikamente sehr teuer verkaufen. Und weil die Regierung in Johannesburg AIDS noch immer leugnet.
Manche Kinder können in die Schule gehen. Viele müssen arbeiten, um sich und ihre jüngeren Geschwister durchzubringen. Ihr Leben ist bestimmt von den selbstgebauten Hütten einerseits und der moderne Skyline von Johannesburg andererseits. (Der Schatten auf dem gesicht stammt von der ungünstigen Aufnahme, ist im Abzug nicht selber zu sehen...)
Holzschnitt auf Papier, 50x70 Zentimeter, 30 Abzüge, nummeriert, handsigniert, Handabzug
Saturday, May 28. 2011
Osamasinmi, das (Königinnen-)Muttersymbol der Yoruba verkörpert durch die Widder-Figur dieselbe Funktion, die in der katholischen Lehre die Gottesmutter Maria innehat - und die Figuren der Fruchtbarkeit (das Ei, der Hase, der Pfingstochse) die mit den christlichen Festen von Ostern und Pfingsten verknüpft sind.
Ich habe diesen älteren Holzschnitt auf ein Stück schwarzes Leder gedruckt, dass ich dann mit Ösen zum Aufhängen versehen habe. Das Leder passt zu einem Fruchtbarkeitssymbol meines Erachtens gut ....
Saturday, November 6. 2010
Eine afrikanische Königin wollte ich machen, als dreidimensionales Objekt für die Ausstellung der Black Art Society Ende November im Bürgerzentrum in München-Garching. Und das ist dabei herausgekommen.
Verwendet habe ich "Powertex", eine relativ neuartige Acrylflüssigkeit, mit der man Stoffe fest machen kann. Ich habe mir also ein Statuen-Gerüst gebaut und den Stoff mit Powertex getränkt und anschließend um den Gipskopf und den Holzaufbau herum drapiert und dann das ganze trocknen lassen. Anschließend habe ich es in tiefem Dunkelbraun (Gesicht und Schultern) sowie in Bronze (Kleid, Kopftuch und sich drehende Bänder) bemalt.
Insgesamt ist die Statuette etwas über 30 Zentimeter hoch und ist mit der Bronze-Schleppe auch 30 Zentimeter tief. Ich habe mal Fotos von allen vier Seiten gemacht.
Und auch von oben: (Ein Klick auf eines der Detailbilder offnet jeweils die Voll-Ansicht des Bildes):
Tuesday, July 6. 2010
Der Urlaub in Ägypten war wunderschön. Neben den netten Menschen dort hat mich vor allem das Rote Meer fasziniert, in dem ich stundenlang geschnorchelt bin (Tauchen darf ich ja wegen meinem Herzinfarkt nicht).
Ich habe aber viel gezeichnet und habe jetzt meinen ersten Verlorenen Schnitt als Reaktion auf den Ägypten-Aufenthalt gemacht. Wenn man vor sich hin schnorchelt und in das glasklare Wasser blick, dann sieht man den schrägen Einfall der ägyptischen Sonne.Und tief unten wird das Mdeer am Riff immer dunkler. Und plötzlich blitzen in ein paar Metern Tiefe die Fische auf - zum beispiel die quietsch-gelb und schwarz gefärbten Papageien-Fische. Diesen Eindruck von Plötzlichkeit und Frieden habe ich versucht, in diesem Schnitt einzufangen.
Er ist in drei Farben gehalten, die ich nacheinander von der selben Linolplatte gedruckt habe. Insgesamt 13 Exemplare habe ich gedruckt (zwei musste ich leider wegwerfen). Die Drucke sind 21x14 Zentimeter groß, handgedruckt, nummeriert und signiert und werden in liebevolle Hände abgegeben. Stückpreis: 75 Euro.
Sunday, February 14. 2010
 Meine liebe Künstlerkollegin Rita Schily von der Black Art Society ist im Senegal gewesen und hat Fotos mitgebracht.
Eines davon haben wir gleich zusammen in einen Linolschnitt mitbverlorener Platte umgesetzt. Insgesamt fünf Exemplare sind etwas geworden. Vier davon habe ich noch...
Sieben-Farben-Linolschnitt von verlorener Platte auf Papier, 10x15 Zentimeter, handsigniert und nummeriert (5 Exemplare).
Friday, August 21. 2009
 Auch dieser Linolschnitt ist in Tunesien entstanden und zeigt die Künstlerstadt Sidi Bou Said. Der Touristenort ist vor allem durch seine schönen Farben und das Café des Nattes bekannt, das durch ein Aquarell August Mackes seine Berühmtheit erlangt hat. Ein typisch maurisches Café, in dem ich mit meiner Liebsten gesessen bin und Pfefferminztee mit Pinienkernen getrunken habe (lecker!).
Sidi Bou Saïd ist auch ein Treffpunkt für Künstler, und ist bekannt für seine Architektur mit den alten restaurierten Palästen. Besonders auffällig ist, dass die Häuser durchwegs weiss, die Türen, Balkone und Fenstergitter allesamt blau gestrichen sind, so dass zusammen mit dem Himmel ich davon ausging, dass zwei Farben reichen: das Weiß des Papiers und das Blau des Drucks.
Linoldruck auf Papier, 14x19 Zentimeter, vier handsignierte und nummerierte Künstlerdrucke. Jeweils 75 Euro.
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Tuesday, July 28. 2009
 Vor einiger Zeit habe ich zwei DIN-A1-Linolschnitte gmeacht, die sich mit der Rolle der Geschlechter in Afrika auseinandersetzen - und mit der Geschichte, in der beide stehen: "Papa Afrika" und " Mama Afrika".
Diese beiden Schnitte habe ich hier zu einem einzigen Schnitt zusammengefügt, indem ich jeweils die Teile (die Gesichter einerseits und die historischen und aktuellen Gegenstände andererseits) übereinander gedruckt habe. In der Folge ist dieser Druck sehr viel dichter als die beiden anderen, wie ich finde.
(Drei-Farben-Linolschnitt auf Papier, DIN-A1, Künstlerdruck, 1/1 Exemplar, handsigniert, Monotypie, 150 Euro)
Tuesday, June 16. 2009
 Nach dem Trommler unter Akazien ist das hier der zweite Schnitt eines Triptychons, das am Ende "Musik unter Akazien" heißen soll. Jeder der drei Schnitte ist zirka 20 Zentimeter breit und 50 Zentimeter hoch (Holzschnitt auf Papier, jeweils 40 Euro).
Zu sehen sein werden sie auf der Ausstellung "Arts meets music", die vom 20 Juni bis 4. Juli im Westend Kulturkeller Schwanthalerhöhe stattfindet.
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