Thursday, March 26. 2009
 Dieser Holzschnitt ist die Weiterentwicklung von Mama Africa - the curse of coltan, den ich vor einigen Monaten geschnitten habe.
Das Motiv basiert auf einem Foto einer flüchtenden Mutter, die in der Gegend von Goma an der kongolesisch/ruandischen Grenze aufgenommen wurde. Die Frau flüchtet vor den Milizen des Rebellengenerals Laurent Nkunda.
Der Westen sieht Mord, Elend und Vertreibung durch die Bildschirme - seien sie Notebook, Fernsehgerät oder Mobiltelefon. Tatsächlich wird die Vertreibung erst durch sie ausgelöst: Das Coltan/Tantalite ist zwingend nötig zum Bau von Handys. Schauen Sie in Ihre Hosentasche: Was da drin ist ist mit Blut, mit Unterdrückung, mit Sklavenarbeit hergestellt. Fragen Sie Ihren Mobilfunk-Provider, was er tut, um sicherzustellen, dass in den von ihnen hergestellten Geräten kein Blut-Coltan verwendet wird....
(Holzdruck auf Papier, 90 x 35 cm, 100 Euro)
Thursday, March 5. 2009
Der schwarze Kontinent" heißt die Ausstellung, bei der mein lieber Freund und Kollege, der deutsch-senegambische Maler Ebou Fye Jassey mit seinen Acryl-Bildern und ich mit meinen Holz- und Linolschnitten uns im Spannungsverhältnis
zwischen Bayern und Afrika bewegen. Aus zwei Blickwinkeln wollen wir das Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Moderne beleuchten,
das beide Kulturen - die bayerische ("Laptop und Lederhose") und die afrikanische -auszeichnet.
Die Musik während der Vernissage wird ebenfalls ein Mix sein aus Tradition und Moderne. Klassische afrikanische Instrumente treffen hier bei Jam auf westlichen Rock'n Roll.
Ausstellung: 21. März bis 4. April im Westend Kulturkeller Schwanthalerhöh', Westendstraße 76 RGB, 80339 München. Öffnungszeiten: siehe Programm
Vernissage: 20. März, 19 Uhr
(Danke übrigens an Manuel für die Vektorisierung der schwarzen Kontinente)
Sunday, February 15. 2009
 Wie auch bei Der Frau hinter dem Burka geht es in diesem Holzschnitt um die frauenfeindliche, frauenverachtende Tradition in vielen Teilen der arabischen Welt.
Du siehst nur einen Teil der Frau, ein Puzzleteil, der Rest ist verborgen, abgeschnitten, aus sexistischen Gründen verhüllt. Was in der Phantasie des Westens mit Erotik verbunden ist (die Geheimnisse des Serails, die Sexualität des Harems) ist in Wirklichkeit nur der Ausschluss der Frauen aus der Gesellschaft.
Wednesday, January 28. 2009
 Dieser 60 mal 42 Zentimeter große Linolschnitt ist meinbislang detailliertester umfassenster und wie ich finde, komplexester, den ich je gemacht habe.
Auf drei Ebenen beschäftigt er sich mit dem Thema "afrikanische Frau". Wenn es Afrika schafft, sich aus Armut und Unmündigkeit zu befreien, dann ist das das Lob der fleißigen Frauen dieses Kontinents - nicht der Männer, die sehr oft Machos und faule Drohnen sind, die sich um Statussymbole und männliches Ego herum drehen. So ist es kein Wunder, dass Mikrokredite von fast allen Initiativen ausschließlich an die Frauen vergeben werden - weil diese das Geld investieren, um Geld für Familie und vor allem die Kinder herbeizuschaffen. Statt es zu versaufen oder in Autos und goldene Uhren zu verprassen, wie es die Männer so oft tun.
Im vorderen Teil des Schnitts ist eine moderne afrikanische Frau zu sehen, die gleichzeitig fröhlich und nachdenklich die Welt betrachtet. Im Hintergrund sieht man den Gedenkkopf einer Königinnen-Mutter aus dem Königreich Benin (Geschützbronze, frühes 16. Jahrhundert) - vermutlich von den Iyoba. Wahrscheinlich handelt es sich um das Abbild der ersten Königinnenmutter, Idia. Ich habe den Kopf von einem Foto übernommen, der das Schaubild bei einer Ausstellung im Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt.
Diese Statue symbolisiert die lange Tradition, in der 'Mama Afrika' - die afrikanischen Frauen - stehen.
In der dritten Ebene sieht man die modernen Zeichen des Afrikas des 21. Jahrhunderts - CAD-Zeichnungen, Chipdesigns, Businessgrafiken, Webbrowser. Auch in diesem Zusammenhang ist Mama Africa zu sehen. In der CAD-Zeichnung habe ich übrigens den Wunsch von Bamgbola verwirklicht, der mich immer aufgefordert hat, doch mal eine Kauri-Muschel zu malen. Nun, mit Malen kann ich nicht dienen, immerhin als verfremdeter Holzschnitt ist sie zu sehen.
Tuesday, December 9. 2008
It's my newest wood cut. And it is based on a photo, made near Goma, the capital of the Kivu province in the east of Kongo. A black woman flees with her little baby, her whole pile of staff onto her head. With fear and no hope, 'cause of the Hutu and Tutsi warlords, going after the gold of East Kongo, the Coltan.
49x34 cm, blockprint on paper
Monday, December 8. 2008
 Vor einiger Zeit habe ich eine Fingerübung in Acryl gemacht, die da " four African Warriors" hieß. Das Dreieckbild ist inzwischen verkauft, jetzt habe ich mich an dem Motiv noch einmal versucht (und es inzwischen auch verkauft). Dieses mal auf einem 47x55 Zentimeter großen Rest eines Bastvorhangs. Der Hintergrund macht das Bild gleich viel authentischer - wenn auch etwas verwaschen ....
Thursday, June 12. 2008
The second traditional african motive - again onto a triangle. This time I have used a wooden one.
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Wednesday, June 11. 2008
It is the first traditional african painting, I have done. But for my excuse: I had done it on a very unusal format. I love these triangle format and so I think, it has something ....
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Sunday, June 1. 2008
 Ich beschäftige mich ja seit einiger Zeit mit Hell-Dunkel-Kontrasten und habe bei diesem Schnitt versucht, die Übergänge so hart wie möglich zu gestalten - un dabei die Rastazöpfe einzubinden.
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Friday, May 2. 2008
 This new print of mine is a "lost" linocut. Its a five colour linoleum cut, but I have used only one plate of linoleum: Cutting, Printing, then cutting again and so forth. Into the top of the plate I have inserted two nails, so the second, third .... print goes onto the identically part of the paper - because of the holes, the nails has made into the paper.
The base of this print is a photo, shot within the riots of kenya at the beginning of 2008. The boy - not older than 15, 16 years - is so proud for his machete. Why seed the leaders in the heads of their children so much blazing hatred?
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